24 Pflege rund um die Uhr

In diesem Beitrag möche ich mich mit einem Thema befassen, dass die meisten Menschen gerne vor sich her schieben: Die Pflege im Alter. Logisch, als junger Mensch denkt man noch nicht daran, dass wir alle irgendwann älter und der Körper schächer wird. Doch spätestens ab dem 30. Lebensjahr mehr man nicht nur am eigenen Körper die ersten Alterserscheinungen (z.B. graue Haare beginnen zu wachsen oder Haare fallen aus) – sondern auch die Eltern werden spürbar älter.

Wenn man als Kinder noch zu Schule, oder später in die Ausbildung oder zum Studium geht, betrachtet man das Dasein der Eltern als selbstverständlich. Genau wie alle anderen Erwachsenen (Lehrer, Trainer im Sportverein, Eltern von Freunden) scheinen Eltern nicht nur schon immer da gewesen zu sein und für immer hier zu bleiben. Dass Großmutter und Großvater eines Tages sterben müssen, erscheint den meisten Kindern und Jugendlichen noch irgendwie logisch – denn die sind schließlich alt. Dass aber auch die eigenen Eltern – und irgendwann auch einem selbst – das Zeitliche segnen wird, daran denken Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Regel nicht. Zum Glück werden in unseren Breitengeraden auch nur wenige junge Menschen von dem Schicksal betroffen, ihre eigenen Eltern zu Grabe tragen zu müssen. Doch spätestens ab etwa dem 30. Lebensjahr nimmt man das Leben plötzlich anders war: Vater oder Mutter gehen in den wohlverdienten Ruhestand oder zeigen erste Gebrechen.

Ab diesem Zeitpunkt sollte man sich so langsam mit dem Gedanken befassen, wer sich um die Eltern kümmern, wenn plötzlich ein Pflegefall eintritt. Ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall trifft die meisten Menschen völlig unvorbereitet aus heiterem Himmel – und ihre Angehörigen gleich dazu. Heutzutage sind häufig beide Ehepartner berufstätig. Wer soll sich dann tagsüber um die Pflege der Angehörigen kümmern? Nimmt man die pflegebedürftigen Eltern im eigenen Haus auf oder lässt man Sie in einem Pflegeheim pflegen? All solche Fragen sollten möglichst früh von der gesamten Familie geklärt werden.

Es versteht sich von selbst, dass kaum jemand seinen letzten Lebensabschnitt in einem Altenheim oder Pflegeheim verbringen möchte. Zum Glück gibt es mittlerweile auch die 24-Stunden-Pflege zuhause in den eigenen vier Wänden. Wenn die pflegenden Angehörigen noch berufstätig sind, kümmert sich eine professionelle Pflegekraft rund um die Uhr um die pflegebedürftige Person. Bei einer solchen 24h-Pflege ist es durchaus üblich, dass die Pflegekraft mit im Haus der Familie wohnt.

Damit meine Eltern, Geschwister und ich nicht völlig unvorbereitet von diesem Schicksal getroffen werden, haben wir uns alle gemeinsam schon früh mit diesem Thema auseinandergesetzt. Noch sind die Eltern vital und mobil, doch das kann sich schlagartig ändern. Doch auch junge Menschen sind vor plötzlicher Krankheit oder Unfällen nicht sicher – dieser Gesichtspunkt sollte ebenfalls stets im Hinterkopf behalten werden.

Professionelle Beratung zum Thema finden Sie zum Beispiel bei http://www.humanis-pflege.de.